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MPU Einfach

Punkte-MPU

MPU wegen Punkten in Flensburg: Was jetzt zählt

Bei der Punkte-MPU gibt es keinen Laborwert, der für Sie spricht. Der Gutachter hat nur Ihre Akte und Ihr Gespräch. Er will wissen, warum Ermahnung und Verwarnung nichts geändert haben und was heute anders ist. Darauf bereiten wir Sie vor.

Die Fakten

Punktestufen, Sperre, Tilgung: Was im Fahreignungsregister gilt.

8

Punkte: Entzug der Fahrerlaubnis

Mit dem achten Punkt im Fahreignungsregister entzieht die Führerscheinstelle die Fahrerlaubnis (§ 4 Abs. 5 StVG).

4 / 6

Punkte: Ermahnung und Verwarnung

Bei 4 bis 5 Punkten kommt die Ermahnung, bei 6 bis 7 die Verwarnung. Danach gibt es keine Stufe mehr.

6

Monate Sperre vor der Neuerteilung

Frühestens sechs Monate nach dem Entzug darf die Behörde neu erteilen. Vorher muss das positive Gutachten da sein.

2,5 bis 10

Jahre Tilgungsfrist je Eintrag

Ein Punkt tilgt nach 2,5 Jahren, zwei Punkte nach 5, drei Punkte nach 10 Jahren (§ 29 StVG).

Ab wie vielen Punkten die MPU kommt

Das Fahreignungs-Bewertungssystem kennt drei Stufen. Bei vier oder fünf Punkten schickt das Kraftfahrt-Bundesamt eine Ermahnung, bei sechs oder sieben eine Verwarnung. Mit dem achten Punkt entzieht die Führerscheinstelle die Fahrerlaubnis. Eine neue bekommen Sie frühestens nach sechs Monaten, und nur mit einem positiven MPU-Gutachten.

Wer glaubt, bei sieben Punkten noch Zeit zu haben, irrt oft. Ein einziger Rotlichtverstoß oder 21 km/h zu viel innerorts bringen den achten Punkt. Ein Fahreignungsseminar hilft nur bis fünf Punkte und baut einen einzigen Punkt ab. Ab sechs Punkten bleibt nur das Warten auf die Tilgung: zweieinhalb Jahre für eine Ordnungswidrigkeit mit einem Punkt, fünf Jahre bei zwei Punkten, zehn Jahre bei einer Straftat mit drei Punkten.

Die Behörde kann eine MPU auch unter acht Punkten anordnen, wenn die Verstöße in kurzer Zeit kommen oder einzelne Delikte schwer wiegen, etwa deutlich überhöhte Geschwindigkeit mit Gefährdung. Die Frist für das Gutachten liegt meist bei zwei bis drei Monaten.

Das Gespräch

Diese Fragen stellt der Gutachter bei einer Punkte-MPU.

Bei Punkten geht es um Einstellung. Der Psychologe prüft, ob Sie die Regeln nur deshalb brechen würden, weil es sich lohnt, oder ob sich an Ihrer Haltung etwas geändert hat. „Ich passe jetzt besser auf" reicht nicht. Er will hören, was Sie im Alltag umgebaut haben, damit der Zeitdruck gar nicht erst entsteht.

Alle MPU-Fragen im Ratgeber
  1. 1

    Welche Verstöße stehen in Ihrer Akte, und wie ist es jeweils dazu gekommen?

  2. 2

    Sie wurden ermahnt und verwarnt. Warum haben Sie danach trotzdem weiter Punkte gesammelt?

  3. 3

    Was hatte Vorrang vor der Verkehrsregel: der Termin, der Kunde, die Gewohnheit?

  4. 4

    Wie sind Sie in den letzten Monaten gefahren, ganz konkret, auf welchen Strecken?

  5. 5

    Was haben Sie an Ihrem Alltag geändert, damit Sie nicht mehr unter Zeitdruck fahren?

  6. 6

    Wie reagieren Sie heute, wenn Sie spät dran sind und die Straße frei ist?

  7. 7

    Was war der Moment, an dem Sie verstanden haben, dass es so nicht weitergeht?

Unsere Vorbereitung

So bereiten wir Sie auf die Punkte-MPU vor

Die Punkte-MPU ist die Vorbereitung mit dem kürzesten Weg, weil kein Nachweis Monate kostet. Nach der kostenlosen Erstberatung lesen wir Ihren Auszug aus dem Fahreignungsregister und die Akte der Führerscheinstelle. Daraus entsteht die Liste der Verstöße, die der Gutachter ansprechen wird, mit Datum, Ort und Umständen. Vieles davon haben Betroffene selbst nicht mehr im Kopf. Der Gutachter hat es vor sich liegen.

In den Einzelgesprächen mit Psychologen, je 50 Minuten per Video, arbeiten wir die Muster hinter den Verstößen heraus: Zeitdruck im Beruf, Gewohnheit auf bekannten Strecken, Unterschätzung der Folgen. Daraus entwickeln Sie Ihre eigene Antwort auf die Frage, was heute anders ist. Lernmaterial und Übungsfragen begleiten die Zeit zwischen den Terminen, eine Prüfungssimulation schließt die Vorbereitung ab. Wer die Aufarbeitung weitgehend selbst leisten kann, kommt mit dem Paket Basic aus: Aktenanalyse, Übungsfragen, Videos und eine Prüfungssimulation mit Psychologen. Die Einzelgespräche gibt es ab dem Paket Smart. Wer die Aufarbeitung lieber im Gespräch macht, wählt Smart; bei mehreren Fragestellungen Smart Plus. Alle Inhalte stehen auf der Preisseite, der Weg bis zum Gutachten auf der Ablaufseite.

Kein Abstinenznachweis, aber Belege für die Veränderung

Bei einer reinen Punkte-MPU gibt es keinen Laborwert und keinen Abstinenznachweis. Das klingt nach weniger Aufwand, hat aber eine Kehrseite: Sie können nichts vorlegen, was Ihre Veränderung von außen bestätigt. Der Gutachter entscheidet allein nach dem Gespräch und dem medizinischen Teil.

Was trotzdem hilft: ein aktueller Auszug aus dem Fahreignungsregister ohne neue Einträge, die Teilnahmebescheinigung einer verkehrspsychologischen Vorbereitung, bei Berufsfahrern ein Schreiben des Arbeitgebers zur geänderten Tourenplanung. Solche Unterlagen ersetzen kein Gespräch, machen Ihre Darstellung aber greifbar.

Anders liegt der Fall, wenn in der Akte neben den Punkten eine Alkohol- oder Drogenfahrt steht. Dann prüft die Begutachtungsstelle beide Fragestellungen, und die Regeln zum Abstinenznachweis gelten zusätzlich. Ob bei Alkohol ein Nachweis nötig ist oder kontrolliertes Trinken reicht, steht auf der Seite MPU ohne Abstinenz. Welche Variante bei Ihnen gilt, klären wir in der Erstberatung.

FAQ

Häufige Fragen zur Punkte-MPU

Was uns Menschen mit sieben oder acht Punkten zuerst fragen.

Ab wie vielen Punkten muss ich zur MPU?
Mit acht Punkten entzieht die Führerscheinstelle die Fahrerlaubnis. Für die Neuerteilung muss sie ein MPU-Gutachten anordnen, das schreibt § 4 Abs. 10 StVG vor. Auch unter acht Punkten kann die Behörde eine MPU anordnen, wenn einzelne Verstöße besonders schwer wiegen oder sich in kurzer Zeit häufen.
Kann ich Punkte abbauen, um die MPU zu vermeiden?
Nur bis fünf Punkte: Ein Fahreignungsseminar baut einen Punkt ab, einmal in fünf Jahren. Ab sechs Punkten gibt es keinen Abbau mehr. Wer bei sieben Punkten steht, hat also keine Reserve. Dann bleibt nur, die Tilgungsfristen abzuwarten oder sich auf die MPU vorzubereiten.
Brauche ich bei einer Punkte-MPU einen Abstinenznachweis?
Nein, solange kein Alkohol- oder Drogendelikt in der Akte steht. Die Punkte-MPU prüft Ihre Einstellung zu Verkehrsregeln, nicht Ihren Konsum. Das macht die Vorbereitung kürzer, weil keine Laborzeit abzuwarten ist. Steht eine Trunkenheitsfahrt in der Akte, gelten die Regeln der Alkohol-MPU zusätzlich.
Wie lange dauert die Vorbereitung auf eine Punkte-MPU?
Ohne Nachweis reichen meist sechs bis acht Wochen für Aktenanalyse, Einzelgespräche und Simulation. Wenn der Termin bei der Begutachtungsstelle schon feststeht, geht es auch in zwei Wochen über die Expressvorbereitung.
Was kostet die Vorbereitung auf eine Punkte-MPU?
Unsere Pakete kosten 749 €, 1.949 € und 2.479 €, zahlbar in zinsfreien Raten. Wer die Aufarbeitung weitgehend selbst leisten kann, kommt mit dem Paket Basic aus: Aktenanalyse, Übungsfragen, Videos und eine Prüfungssimulation mit Psychologen. Die Einzelgespräche gibt es ab dem Paket Smart. Dazu kommt die Gebühr der Begutachtungsstelle. Alle Posten stehen auf der Preisseite.

Der erste Schritt

Acht Punkte erreicht? In 15 Minuten wissen Sie, wie lang der Weg zurück ist.

Rufen Sie an, schreiben Sie per WhatsApp oder starten Sie die Erstberatung online. Sie erreichen uns Mo-Fr 8-18 Uhr, kein Callcenter dazwischen.