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MPU Einfach

Alkohol-MPU

MPU wegen Alkohol: Vorbereitung, die den Gutachter überzeugt

Der Gutachter will nicht hören, dass es Ihnen leidtut. Er will verstehen, wie es zu dem Promillewert kam und warum es nicht wieder passiert. Genau das erarbeiten wir mit Ihnen.

Die Fakten

Promillegrenzen, Fristen, Nachweise: Was bei Alkohol am Steuer gilt.

1,6 ‰

MPU-Grenze bei der ersten Trunkenheitsfahrt

Auch mit dem Fahrrad. Wer zweimal mit Alkohol auffällt, bekommt die MPU auch unter 1,6 Promille.

1,1 ‰

Absolute Fahruntüchtigkeit

Ab hier ist die Fahrt eine Straftat, das Gericht entzieht die Fahrerlaubnis und setzt eine Sperrfrist.

6 / 12

Monate Abstinenznachweis

Wenn die Begutachtungsstelle Abstinenz erwartet. Urin: 4 oder 6 Kontrollen. Haar: 3 cm je 3 Monate.

10 J.

Tilgungsfrist nach Entziehung

So lange steht die Entziehung im Fahreignungsregister (§ 29 StVG). Die Frist beginnt erst mit der Neuerteilung, spätestens fünf Jahre nach dem Urteil: Aussitzen dauert also bis zu 15 Jahre.

Wann die Führerscheinstelle eine MPU wegen Alkohol anordnet

Die Regel steht in § 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Eine MPU bei Alkohol kommt, wenn Sie mit 1,6 Promille oder mehr gefahren sind, wenn Sie wiederholt unter Alkohol aufgefallen sind oder wenn die Akte Hinweise auf Alkoholmissbrauch oder Abhängigkeit enthält. Der Wert gilt auch für das Fahrrad: Wer mit 1,6 Promille radelt, verliert zwar nicht zwingend den Führerschein, muss aber zur MPU, bevor die Behörde ihn behält oder neu erteilt.

Nach einer Fahrt ab 1,1 Promille entzieht das Strafgericht die Fahrerlaubnis und setzt eine Sperrfrist nach § 69a StGB: gesetzlich sechs Monate bis fünf Jahre, bei einer ersten Fahrt ohne Unfall meist unter einem Jahr. Den Antrag auf Neuerteilung stellen Sie bei der Führerscheinstelle, und zwar schon einige Monate vor Ablauf der Sperre. Die Behörde fordert dann das Gutachten an und setzt eine Frist, in der Regel zwei bis drei Monate. Deshalb lohnt es sich, die Vorbereitung nicht erst mit dem Brief zu beginnen, sondern mit dem Urteil.

Das Gespräch

Diese Fragen stellt der Gutachter bei einer Alkohol-MPU.

Die MPU-Fragen bei Alkohol sind keine Fangfragen. Der Psychologe prüft, ob Ihre Geschichte stimmig ist: Trinkmenge, Promillewert, Vorgeschichte und das, was Sie heute anders machen, müssen zusammenpassen. Wer 1,8 Promille hatte und von „zwei Bier" erzählt, fällt durch.

Alle MPU-Fragen im Ratgeber
  1. 1

    Wie viel haben Sie am Tag der Fahrt getrunken, und wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich trotzdem ans Steuer zu setzen?

  2. 2

    Wie viel und wie oft haben Sie in den Monaten davor getrunken?

  3. 3

    Wie konnten Sie mit über 1,6 Promille noch fahren, ohne dass Sie es als Problem bemerkt haben?

  4. 4

    Welche Gründe hatte Ihr Alkoholkonsum damals: Stress, Gewohnheit, Feiern, Konflikte?

  5. 5

    Was hat sich seit der Fahrt bei Ihnen geändert, und seit wann genau?

  6. 6

    Trinken Sie heute noch Alkohol? Wenn ja, wie viel, bei welchen Anlässen?

  7. 7

    Woran würden Sie merken, dass Sie wieder in alte Muster rutschen, und was tun Sie dann?

Unsere Vorbereitung

So bereiten wir Sie auf die Alkohol-MPU vor

Am Anfang steht die kostenlose Erstberatung: Sie schildern den Fall, wir fragen nach Promillewert, Vorgeschichte und Fristen. Danach lesen wir Ihre Akte und sagen Ihnen, welche Nachweise die Begutachtungsstelle erwarten wird. Erst dann entscheiden Sie, welches Paket passt.

Der Kern der Vorbereitung sind Einzelgespräche mit Psychologen, je 50 Minuten per Video. Dort arbeiten wir Ihre Trinkgeschichte auf: nicht geschönt, sondern so, dass sie zum Wert in der Akte passt. Dazu kommen Lernmaterial, Videos und Übungsfragen, mit denen Sie zwischen den Terminen weiterarbeiten. Vor dem Termin bei der Begutachtungsstelle folgt eine Prüfungssimulation mit Auswertung. Kommt eine zweite Fragestellung dazu, etwa Punkte, gibt es dafür einen festen Zuschlag und zwei zusätzliche Einzelsitzungen, die Beträge stehen auf der Preisseite.

Wer einen Abstinenznachweis braucht, bekommt ab dem Paket Smart die Begleitung dazu: Wir planen die Kontrollen, achten auf die Fristen und koordinieren die Termine mit unserem Laborpartner SynLab. Die Preise und alle Paketinhalte stehen auf der Preisseite, den Ablauf von der Erstberatung bis zum Gutachten beschreibt die Ablaufseite.

Abstinenznachweis oder kontrolliertes Trinken?

Das ist die wichtigste Weiche bei der Alkohol-MPU. Viele beginnen auf Verdacht zwölf Monate Abstinenz, obwohl ihr Fall das nicht verlangt. Andere kommen mit „ich trinke jetzt weniger" zur Begutachtung, obwohl die Akte nach Abstinenz ruft.

Abstinenz erwartet der Gutachter, wenn eine Abhängigkeit vorlag, wenn Sie mehrfach aufgefallen sind oder wenn der Promillewert auf eine hohe Alkoholgewöhnung schließen lässt. Belegt wird sie über ein Urinprogramm mit vier Kontrollen in sechs Monaten oder sechs Kontrollen in zwölf Monaten, oder über eine Haaranalyse, bei der 3 cm Haar drei Monate abdecken. Die Proben müssen nach den CTU-Kriterien in einem akkreditierten Labor laufen, sonst zählen sie nicht.

Kontrolliertes Trinken reicht, wenn keine Abhängigkeit vorlag und Sie glaubhaft machen können, dass Sie Ihr Trinkverhalten dauerhaft geändert haben. Dafür braucht es mindestens sechs Monate gelebte Praxis, ein klares Konzept und oft aktuelle Blutwerte wie CDT und GGT als Beleg.

Was die Begutachtungsstelle bei Ihnen ansetzen wird, erkennen wir an der Akte und sagen es Ihnen in der Erstberatung. Wie der Nachweis läuft und was er im Labor kostet, steht auf der Seite Abstinenznachweis. Für wen die MPU ohne Abstinenz möglich ist und für wen nicht, erklärt die Seite MPU ohne Abstinenz.

FAQ

Häufige Fragen zur Alkohol-MPU

Was Menschen uns nach einer Alkoholfahrt zuerst fragen.

Ab wie viel Promille muss ich zur MPU?
Bei der ersten Trunkenheitsfahrt ab 1,6 Promille, auch auf dem Fahrrad. Wer zum zweiten Mal mit Alkohol auffällt, bekommt die MPU unabhängig vom Wert. Zwischen 1,1 und 1,6 Promille prüft die Führerscheinstelle den Einzelfall, zum Beispiel wenn Sie trotz des hohen Werts keine Ausfallerscheinungen gezeigt haben.
Brauche ich bei einer Alkohol-MPU immer einen Abstinenznachweis?
Nein. Wenn keine Abhängigkeit vorlag und ein kontrolliertes Trinkverhalten glaubhaft ist, reicht oft der Beleg, dass Sie Ihr Trinken dauerhaft geändert haben. Je höher der Promillewert und je länger die Vorgeschichte, desto eher erwartet der Gutachter Abstinenz. Mehr dazu auf der Seite MPU ohne Abstinenz.
Wie lange dauert die Vorbereitung auf eine Alkohol-MPU?
Die Gespräche selbst passen in sechs bis zehn Wochen. Den Takt gibt aber der Nachweis vor: sechs oder zwölf Monate Abstinenz oder mindestens sechs Monate belegtes kontrolliertes Trinken. Deshalb starten wir den Nachweis direkt nach der Erstberatung.
Was kostet die Vorbereitung auf die Alkohol-MPU?
Unsere Pakete kosten 749 €, 1.949 € und 2.479 €, zahlbar in zinsfreien Raten. Dazu kommen die Gebühr der Begutachtungsstelle und die Laborkosten, falls ein Nachweis nötig ist. Alle Posten stehen auf der Preisseite.
Kann ich die Vorbereitung online machen?
Ja. Die meisten Einzelgespräche laufen per Video, Kunden aus ganz Deutschland bereiten sich so vor. Den Abstinenznachweis erledigen Sie über SynLab in einem Labor in Ihrer Nähe. Wie ein Online-Termin abläuft, steht auf der Seite MPU-Vorbereitung online.

Der erste Schritt

Alkohol-MPU angeordnet? In 15 Minuten wissen Sie, ob Sie Abstinenz brauchen.

Rufen Sie an, schreiben Sie per WhatsApp oder starten Sie die Erstberatung online. Sie erreichen uns Mo-Fr 8-18 Uhr, kein Callcenter dazwischen.